Michael Struck - Locus Solus



Außenlicht, 2012, Öl auf Lwd., 200x283 cm

 

 

„Der Chronist, welcher die Ereignisse hererzählt, ohne große und kleine zu unterscheiden, trägt damit der Wahrheit Rechnung, daß nichts was sich jemals ereignet hat, für die Geschichte verloren zu geben ist.“ Walter Benjamin

 

Vernissage: Freitag, 12. April 2013, 19:00 bis 22:00 Uhr
13. April–25. Mai 2013

als Motto seiner ersten Ausstellung bei der Emerson Gallery Berlin hat Michael Struck (*1982) sich Raymond Roussels experimentellen Roman „Locus Solus“ von 1913 gewählt.
Der im Dunstkreis der Surrealisten tätige Schriftsteller gilt mit seinem rätselhaften und mysteriösen Werk als Erfinder der „écriture automatique“.
Der Roman schildert die Führung einer illustren Truppe durch den Wissenschaftler Canterel im ominösen Park Locus Solus. Seine Ausführungen zu den dort zu sehenden Skulpturen, Maschinen und deren Geschichten eröffnen rätselhafte und labyrinthartige Erzählungen.
Vielleicht ebenso rätselhaft werden dem Betrachter die Werke der Malerei und die Monotypien von Michael Struck erscheinen. Kleinformatige wie auch großformatige Arbeiten in grauen und weißen Schattierungen zeigen Szenen, wie sie uns entfernt bekannt vorkommen mögen.
Als Vorlagen dienen Struck Fotografien, die er intuitiv auswählt. Sie stammen aus Fotoalben unbekannter Familien, wie er sie auf Flohmärkten oder in Trödelläden findet und für seine Sammlung erwirbt. Es sind meist Alben deutscher Familien, die die Geschichte des letzten Jahrunderts mit den Katastrophen zweier Weltkriege umfassen, und sie mehr oder minder deutlich zeigen oder auch verschweigen. Während frühere Arbeiten von Struck sich unmittelbar auf Kriegsgeschehnisse beziehen, zeigt die neuste Serie „Das große Haus“ scheinbar harmlose Alltagsszenen wie das „Spielzimmer“ oder das „Schreibzimmer“.
Strucks Malerei und seine Monotypien verstärken das Nebulöse und Anonyme der Vorlagen. Der Betrachter nähert sich ihnen wie bei einer Suchbewegung, während der malerische Schleier der Unschärfe seine assoziative Kraft animiert.
Michael Struck sagt zu seinem Verfahren selber: „Meine Bilder, denen oft anonyme s/w-Fotografien aus Familiennachlässen zugrunde liegen, sehe ich als Fenster zu den verwaisten Erinnerungen einer vergangenen Zeit, einer anderen Welt und einer Realität, die so nie existiert hat. In der intensiven, dialogischen Auseinandersetzung mit den Bildinhalten der Vorlagen, entstehen Malereien, die nicht widerspiegeln, was die Fotografie zeigt, sondern reflektieren, was ich sehe. Das Vergessen als Negativraum um fremde Erinnerung wird sichtbar, Abwesenheit erlangt geradezu spürbare Präsenz und stellt dem Betrachter Fragen, auf die es keine Antworten gibt.“


Der 30-jährige Künstler absolviert derzeit ein Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Toon Verhoef.

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CD-Release Pleszynski

Musik, besonders experimentelle Musik, wird weiterhin im Programm von EGB eine wichtige Rolle spielen ...

Der polnische Avantgarde-Künstler und -Musiker Grzegorz Pleszynski hat kürzlich seine neue CD Antidepressant Music in the Car veröffentlicht. Es handelt sich um eine Mischung aus Jazz, neuer Musik und Klanginstallationen, die oft mit Pleszynskis eingängigen Basslinien kombiniert wurden.

Auf dem vorletzten Stück "I Don't Want to Be Abel. I Don't Want to be Cain" sind Stimmen zu hören, die live in der EGB aufgenommen wurden. Daunter befinden sich auch die Stimmen von Jaroslaw Kozlowski, Ann Noel and Ben Patterson.

Die CD ist bei EGB für NUR 10 € erhältlich.

Für weitere Informationen bezüglich Pleszynskis zukünftigen Auftritts bei EGB, informieren Sie sich auf der Webpage von EGB.

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Wir freuen uns bekanntzugeben, dass

Mikolaj Polinski und Misa Shimomura,

zwei jünge Künstler der EGB Gallery kürzlich in Japan geheiratet haben.
Wir gratulieren dem Paar und wünschen ihm alles Gute für das gemeinsame Leben.
Unter dem folgendem Link kann man die herausragende Ausstellung "Noises of Utopia", an der beide zusammengearbeitet haben, Revue passieren lassen.

 

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Eine Empfehlung der EGB:

Für alle, die den Film"99 Gründe, warum die Welt nicht untergehen darf" von Philipp Fleischmann & Lilly Engel am 21. 12. 2012 auf Arte verpasst haben, hier der aktuelle Link zum Video: 


http://videos.arte.tv/de/videos/99-gruende-warum-d -ie-welt-nicht-untergehen-darf--7136178.html


Mitwirkende im Film sind u.a.: Charlotte Rampling, Roland Emmerich, Mark Lanegan, Günther Wallraff, Ulrike C. Tscharre, Stèphane Hessel und Ernie und Bert aus der Sesamstrasse ...

 

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Inge Mahn eröffnete im Sommer 2012 ihr eigenes Museum in einem denkmalgeschützten Stallgebäude in Gross Fredenwalde. Die ständige Ausstellung wird mit Objekten von ihr, von Gastkünstlern und mit Exponaten, die die Bewohner des Dorfes einbringen, bestückt.

2. Advent im Stallmuseum am So. 9.12.2012 um 16:00 Uhr. 

http://www.gross-fredenwalde.de/veranstaltungen/veranstaltung.php?id=1430396

 

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